INHALTSVERZEICHNIS

ENTSCHEIDUNGSKARTE
01Verein interim e.V. gegründet 2013
02Vier verbundene Arbeitsfelder
03Abgeschlossene Projektgeschichte bis Ende 2019

ZEITACHSE

Die wichtigsten Stationen

  1. Vereinsgründung

    Ulrike Böhme und Susanne Hinkelbein gründeten interim e.V. und realisierten das erste Festival.

  2. Professionalisierung

    Die TRAFO-Förderphase, inter!m Räume und die Geschäftsstelle in Münsingen erweiterten die Struktur.

  3. Mobil und zweites Festival

    Das inter!m Mobil startete; zugleich fand die zweite Festivalausgabe am Heidengraben statt.

  4. Drittes Festival und Abschluss

    Ehingen wurde Ort der letzten Ausgabe. Nach Ende der Fördermittel beschloss der Verein seine Auflösung.

Die Idee hinter dem Namen Kulturhandlungen

inter!m beschrieb seine Arbeit mit aktiven Verben: dazwischengehen, sich einschalten, Räume verwandeln, Flächen nutzen, Geschichten suchen und Menschen mit Kunstschaffenden zusammenbringen. Kultur wurde damit weniger als fertiges Angebot und stärker als Handlung verstanden.

Begegnung statt reiner Versorgung

Das Ziel bestand nicht nur darin, mehr Veranstaltungen in ländliche Gemeinden zu bringen. Bewohnerinnen und Bewohner sollten eigene Erfahrungen, Orte und Fähigkeiten in künstlerische Prozesse einbringen können.

  • Kultur als gemeinsamer Vorgang
  • Regionale Geschichten als Arbeitsmaterial
  • Mitmachen und Miterleben als gleichwertige Zugänge

Gründung und erste Festivalphase

interim e.V. wurde 2013 von Ulrike Böhme und Susanne Hinkelbein gegründet. Das erste Festival im Alten Lager bei Münsingen gab dem neuen Verein unmittelbar ein öffentlich sichtbares Format.

Vom Ereignis zur längerfristigen Struktur

Ein Festival allein schafft Aufmerksamkeit, aber noch keine kontinuierliche Kulturarbeit. Die folgenden Jahre dienten deshalb dem Aufbau von Partnerschaften, Förderstrukturen und Projekten, die auch zwischen großen Festivalterminen wirksam sein konnten.

  • Künstlerische Leitung durch die Gründerinnen
  • Erster regionaler Ankerpunkt in Münsingen
  • Festival als Ausgangspunkt weiterer Formate

Die Stärke der inter!m Kulturhandlungen lag in der Verbindung: mobile Werkstatt, wechselnder Kulturraum, lokale Zusammenarbeit und Festival wurden zu Teilen eines gemeinsamen regionalen Modells.

TRAFO und die Lernende Kulturregion

Die Aufnahme in TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel unterstützte die Professionalisierung. inter!m arbeitete als Teil der Lernenden Kulturregion Schwäbische Alb und kooperierte dabei unter anderem mit dem Museum Villa Rot.

Lernen bedeutete institutionelle Veränderung

Das Programm zielte nicht nur auf einzelne Veranstaltungen. Erprobt wurden Modelle, wie Kulturinstitutionen, Gemeinden und freie Akteure im ländlichen Raum anders zusammenarbeiten können.

  • Mehrjährige Entwicklungsphase
  • Kooperation über Gemeindegrenzen hinweg
  • Erprobung übertragbarer Formen ländlicher Kulturarbeit

Vier Arbeitsfelder mit unterschiedlichen Aufgaben

Die Kulturhandlungen umfassten Festival, Kultur vor Ort, Räume und Mobil. Das Festival war Präsentationsort und verdichtete Ergebnisse. Kultur vor Ort entwickelte Projekte mit regionalen Gruppen. Räume trug zeitgenössische Kunst in wechselnde Orte. Mobil brachte ein fahrbares Atelier zu Schulen und Gemeinden.

Ein System statt vier Einzelmarken

Die Formate speisten sich gegenseitig. Ein Workshop konnte Material für eine spätere Präsentation liefern. Eine Galerieausstellung ergänzte den offenen Festivalplatz. Kontakte aus Gemeinden machten neue Projekte möglich.

  • Festival als sichtbarer Höhepunkt
  • Räume als kuratorische Arbeit in der Fläche
  • Mobil als praktische Kunstvermittlung

Die Geschäftsstelle am Marktplatz in Münsingen

Im Oktober 2016 eröffnete inter!m eine Geschäftsstelle am Marktplatz 7 in Münsingen. Damit erhielt die über mehrere Orte verteilte Arbeit einen festen organisatorischen Bezugspunkt.

Warum ein Büro für mobile Kultur wichtig ist

Je beweglicher Projekte werden, desto wichtiger sind verlässliche Koordination, Kommunikation und Verwaltung. Gemeinden, Schulen, Künstler, Förderer und Publikum benötigen feste Ansprechpartner, auch wenn die eigentlichen Veranstaltungen wandern.

  • Zentrale Koordination dezentraler Aktivitäten
  • Erreichbarkeit für regionale Partner
  • Professionalisierung von Planung und Öffentlichkeitsarbeit

Förderer, Gemeinden und private Unterstützer

Die Projekte wurden durch Landesministerien, die Kulturstiftung des Bundes, die Baden-Württemberg Stiftung, kommunale Partner sowie weitere Förderer und Sponsoren ermöglicht. Veranstalter- und Partnergemeinden übernahmen dabei mehr als eine dekorative Rolle.

Kulturarbeit als gemeinsame Finanzierung

Ländliche Projekte verteilen sich über große Räume und kleine Zielgruppen. Ohne Kooperation lassen sich Personal, Technik, Transport und Vermittlung kaum dauerhaft tragen. Die Struktur von inter!m zeigte sowohl die Stärke als auch die Abhängigkeit projektfinanzierter Modelle.

  • Öffentliche und private Finanzierung
  • Kommunale Partnerschaften
  • Zeitliche Bindung an Förderperioden

Auflösung des Vereins und historische Einordnung

Ende 2019 liefen die entscheidenden Fördermittel aus. Eine Fortsetzung der Projekte war nicht mehr möglich, und der Verein beschloss seine Auflösung. Das Team verabschiedete sich nach dem dritten Festival und blickte auf die Entwicklung seit 2013 zurück.

Warum die Initiative trotzdem relevant bleibt

Der Projektabschluss gehört zur Geschichte und sollte transparent benannt werden. Gleichzeitig bleiben die erprobten Methoden aktuell: mobile Ateliers, temporäre Räume, spartenübergreifende Zusammenarbeit und frühe Beteiligung lokaler Gruppen.

  • Kein laufendes Veranstaltungsprogramm nach 2019
  • Dokumentation als regionales Kulturerbe
  • Erfahrungen für heutige Projekte nutzbar

Vergleich auf einen Blick

KriteriumOption oder BewertungPraktische Einordnung
FestivalPräsentationGroße wandernde Ausgaben
Kultur vor OrtBeteiligungGemeinsame Entwicklung mit Bewohnern
RäumeAusstellungKunst in der Fläche
MobilBildungFahrbares Kunstatelier
GeschäftsstelleKoordinationSeit Oktober 2016 in Münsingen

So treffen Sie eine belastbare Entscheidung

  1. 1

    Vereinsgründung und erstes Festival 2013 als Ausgangspunkt lesen.

  2. 2

    Die Professionalisierung ab 2016 mit TRAFO und Geschäftsstelle einordnen.

  3. 3

    Festival, Räume, Mobil und Kultur vor Ort getrennt betrachten.

  4. 4

    Das Ende 2019 als Abschluss der Förder- und Projektphase benennen.

Planungscheck vor dem Besuch

PrüfschrittWas konkret zu klären ist
1. SchrittVereinsgründung und erstes Festival 2013 als Ausgangspunkt lesen.
2. SchrittDie Professionalisierung ab 2016 mit TRAFO und Geschäftsstelle einordnen.
3. SchrittFestival, Räume, Mobil und Kultur vor Ort getrennt betrachten.
4. SchrittDas Ende 2019 als Abschluss der Förder- und Projektphase benennen.

Häufige Fragen

Was war inter!m Kulturhandlungen?

Ein regionales Kulturprojekt und Vereinssystem für Festival, Beteiligung, Ausstellungen und mobile Kunstvermittlung auf der Schwäbischen Alb.

Wann wurde interim e.V. gegründet?

Im Jahr 2013.

Wer gründete den Verein?

Ulrike Böhme und Susanne Hinkelbein.

Wo befand sich die Geschäftsstelle?

Seit Oktober 2016 am Marktplatz 7 in Münsingen.

Welche Projekte gehörten dazu?

inter!m Festival, Kultur vor Ort, Räume und Mobil.

Warum endete das Projekt?

Mit dem Ende der Fördermittel war eine Fortsetzung nicht mehr möglich; der Verein beschloss 2019 seine Auflösung.

Informationsgrundlage

  1. Abschlusstext des inter!m Teams vom Dezember 2019
  2. Archivtexte von inter!m – Kulturhandlungen Schwäbische Alb
  3. TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel
  4. Museum Villa Rot – Kooperationsgeschichte
  5. Atelier Ulrike Böhme – Dokumentation der Festivals

Öffnungszeiten, Preise, Programme und Teilnahmebedingungen können sich ändern. Maßgeblich sind die aktuellen Angaben der jeweiligen Betreiber.