inter!m – Räume 2017

Von Januar bis Juni 2017 haben sich sechs Künstlerinnen und Künstler in Münsingen mit spezifischen Aspekten des Textilen der Schwäbischen Alb beschäftigt. Daraus sind sechs intermediale Werke entstanden, welche die Identität und die Geschichte der Schwäbischen Alb wiederspiegeln. Alle Ergebnisse waren im Museum Villa Rot vom 23. Juli bis zum 8. Oktober 2017 in der Ausstellung „Die Sprachen des Textilen“ zu sehen.

Das Thema von inter!m – Räume für das Jahr 2017 war „Textil“. Bereits früh prägte das Textilwesen die Schwäbische Alb, da sie ein wichtiger Nebenerwerb für viele Menschen darstellte. Den Konkurrenzkampf mit Niedriglohnländern konnten nur wenige Betriebe bestehen, was zum Niedergang dieses wichtigen Unternehmensbereichs führte. Viele ehemalige Fabrikgebäude stehen heute leer oder werden anderweitig genutzt. Doch kann auch beobachtet werden, dass die Wertschätzung deutscher Qualität und innovative Ideen in der Branche weiterhin ein lebendiges Gewerbe rund um Stoffe und Gewebe aufrechterhalten.

Neben der wirtschaftlichen Bedeutung des Textils für die Region lassen sich auch individuelle, subjektive Bezüge herstellen: Welche traditionellen Techniken, Muster und Materialien prägen unsere Vorstellungen von unserer Heimat? Welche Stoffe sind überhaupt typisch schwäbisch? Und lässt sich in Zeiten von H&M und Co. überhaupt noch von Regionalität im Textil sprechen? Sechs Künstlerinnen und Künstler waren auf Einladung des Museums Villa Rot vor Ort, um daraus Werke zu entwickeln, die vom 23. Juli bis zum 8. Oktober 2017 in der Ausstellung „Die Sprachen des Textilen“ im Museum Villa Rot zu sehen waren.

Mit Beiträgen von Nanna Aspholm-Flik, Walter Bruno Brix, Janusz Czech, Daniela Scheil, Reiner Schlecker und Andrea Tiebel-Quast.